XVIII
1939


1894

1901

1910

1919

1930

1920
1939


1946

2000




1930

 

Die vergleichsweise ruhige Lage der Straße mit dem alten Baumbestand des Friedhofes und ihrer Zentrumsnähe war der Grund für zahlreiche wohlhabendere Familien sich hier anzusiedeln. Hier lebten einige Rechtsanwälte, Ärzte und Kaufleute und im weniger angesehenen Teil an der Turnerstraße befanden sich Großhandlungen für Parfüm, Schnittblumen und Tuch, ein Textilgeschäft und eine große Schneiderei. Fast zeitgleich mit dem Bau der Karkutschstraße entstanden in ihrer Nachbarschaft drei Kirchen. Die älteste ist die bereits erwähnte katholische Kirche, die von dem Berliner Architekten Seibert entworfen und im Jahre 1890 geweiht wurde. Als zweites enstand 1906-1909 nach dem Entwurf von Jürgen Kröger die protestantische Johann-Bugenhagen-Kirche. Dieser neugotische Backsteinbau mit einem sehr ansehnlichen, 65 Meter hohen Turm ist heute als Garnisonskirche dem Heiligen Adalbert (¦w. Wojciech) geweiht. Im Jahre 1913 begann auf dem Gelände des alten Militärfriedhofes der Bau der damaligen Garnisonskirche, der heutigen katholischen Herz-Jesu-Kirche. Als eine der ersten modernistischen Kirchen des deutschen Reiches wurde sie nach einem Entwurf B. Stahls im Jahre 1919 fertiggestellt. Das Gebäude, solide, massiv, mit einem schweren Dach wie einem Soldatenhelm und einem Wappenschild im Nordgiebel, suggeriert durch Form und Dekoration die Verwendung als Garnisonskirche. Im Jahre 1933 entstand noch ein weiteres Bauwerk auf dem alten Friedhof, ein charakteristischer, hölzerner Sendemast.

      
     

Daten aus der Geschichte * Stetin auf alten ansichtskarten