XVIII
1939


1894

1901

1910

1919

1930

1920
1939


1946

2000




1920 - 1939

 

Im Jahre 1945 wird Stettin polnisch. Damit ändern sich auch alle Straßennamen der Stadt. Aus der Karkutschstraße wird die ul. ¦w. Wojciecha. Der Hl. Wojciech (956-997) zu deutsch der Hl. Adalbert, war Bischof von Prag und italienischer Benediktiner Mönch. Von Kaiser Otto III. auf Missionsreise gesandt, wurde er, nach seinem Tod durch Prussenhand, kanonisiert. Aber nicht nur der Name, auch die Straße selbst veränderte sich. Im zweiten Weltkrieg war auf dem alten Friedhof ein Bunker entstanden und nach dem Kriege entstand wieder ein Park. Auch war ein Teil der Bebauung, besonders die ältesten Wohnhäuser 8-10 und die Eckbebauung an der Bismarckstraße, der heutigen ul. Obroñców Stalingradu, waren durch die Bombenangriffe der Alliierten zerstört worden. Hier blieb lediglich das Gebäude des Evangelischen Konsistorium der Provinz Pommern, das heutige Puppentheater "Pleciuga" erhalten. In die von Deutschen verlassenen Häuser der ul. ¦w. Wojciecha zogen nach und nach Polen ein. Sie kamen aus den verschiedensten Ecken Polens, von östlich des Bug, aus Ostpolen, aus Zentralpolen oder aus Großpolen. Unter den neuen Bewohnern waren ebenso Ukrainer, Zigeuner und Juden. Die großzügigen Wohnungen wurden oftmals unter verschiedenen Familien aufgeteilt, was zu ungewohnter Enge führte. Die lange, bis in die Mitte der 50er Jahre andauernde Besiedelung der Stadt führte bei vielen ihrer Bewohner zu Verunsicherung über ihr weiteres Los und zur Einrichtung in der Vorläufigkeit. Trotzdem begann man die Kriegsschäden zu beseitigen, zuerst an den Kirchen, danach auch an der Hebammenanstalt. Anstelle der zerstörten Häuser enstanden neue, von einfacher Gestalt, die sich wie Fremdkörper in die erhaltene Bebauung der Gründerzeit einfügen.

      
     

Daten aus der Geschichte * Stetin auf alten ansichtskarten