Die wichtigsten Daten aus der Geschichte Stettins

  • Mitte 8. Jahrhunderts - auf dem heutigen Schloßberg ensteht eine slawische Siedlung.

  • Mitte 9. Jahrhunderts - die slawische Burg wird mit einem Pallisaden-Wall befestigt.

  • 10. Jh. zwischen dem Schloßberg und der Oder entsteht eine Siedlung der Handwerker und Kaufleute.

  • 967/972 - um 1005 r. Pommern kurzfristig durch Polen beherrscht.

  • 1121 Herzog Boleslaus III. der Schiefmund von Polen erobert Pommern. Herzog Wartislaw I. von Pommern dem polnischen Herrscher Lehhuldigt.

  • 1124 Anfang der Christianisierung Pommerns und Stettins, die auf Initiative Boleslaus des Schiefmund vom deutschen Bischof Otto von Bamberg durchgeführt wurde.

  • 1184 - 1227 Pommern und Stettin unter dänischer Herrschaft.

  • 1187 Weihe der St. Jakobi-Kirche, die für deutsche Ansiedler bestimmt war und durch den Kaufmann Beringer gestiftet wurde.

  • 1237 Herzog Barnim I. erlaubt der deutschen Gemeinde die Gerichtsbarkeit über die Bevölkerung des ganzen Orts aus zu üben.

  • 1243 Herzog Barnim I. verleiht Stettin Magdeburger Stadtrecht.

  • 1278 Beitritt Stettins zum Hansebund.

  • 1295 Herzog Otto I. verleiht der Stadt den Greifenkopf als Wappen.

  • 1345 Herzog Barnim III. läßt ein gemauertes Schloß auf dem Schloßberg errichten.

  • Um 1450 Bau eines gotischen Rathauses.

  • 1478 - 1532 Stettin wird Hauptstadt des durch den Herzog Bogislaw X. vereinigten Herzogtums Pommern.

  • 1491 Herzog Bogislaw X. heiratet Anna, die Tochter des Königs Kasimir Jagielloñczyk von Polen.

  • 1529 Vertrag von Grimnitz, in dem Kurfürst Joachim von Brandenburg auf die Lehnsoberhoheit über Pommern verzichtete und sich mit dem Erbrecht der Hohenzollern von Brandenburg begnügte.

  • 1534 Einführung der Reformation in Pommern.

  • 1543 Gründung einer herzoglichen Schule, Pädagogium genannt.

  • 1570 Der Stettiner Friedenskongreß beendet den Dreikronen krieg gegen Schweden.

  • 1575 Beginn des Umbaues des herzoglichen Schloßes zur großen Residenz im Renaissancestil.

  • 1613 die von Paul Friedeborn verfaßte Stadtgeschichte "Historische Beschreibung der Stadt Alten Stettin in Pommern", das erste historische Werk über Stettin überhaupt, wird gedruckt.

  • 1618 Druck der Karte des Herzogtums Pommern von Eilhard Lubinus, die zu den besten kartographischen Werken Europas jener Zeit gehörte.

  • 1630 schwedische Truppen besetzen die Stadt.

  • 1637 Tod Bogislaws XIV., des letzten Herzogs aus dem Greifengeschlechts.

  • 1639 - 1640 Druck der vom Absolvent des Pädagogiums, Johannes Micraelius, verfaßten Geschichte von Pommern "Sechs Bücher vom alten Pommernland".

  • 1648 der Westfälische Frieden teilt das Herzogtum Pommern unter Schweden und Brandenburg auf; seither gehört Stettin zu Schweden.

  • 1667 Umwandlung des in Verfall geratenen herzoglichen Pädagogiums zu einem akademischen Gymnasium (Regium Gymnasium Carolinum).

  • 1678 - 1679 Stettin vorläufig unter der Herrschaft des Markgrafen Friedrich Wilhelm von Brandenburg.

  • 1713 preußische Truppen rücken während des nordischen Krieges in die Stadt ein; faktische Übernahme der Stadt durch Preußen.

  • 1720 der Stockholmer Frieden bestätigt die Übernahme der Stadt durch Preußen.

  • 1721 Einrichtung der Kolonie der französischen Hugenotten.

  • 1724 - 1740 Bau der preußischen Festung Stettin mit den vorgelagerten Forts Preußen, Wilhelm und Leopold.

  • 1739 Der Stettiner Hafen erhält über die Swine und den Hafen Swinemünde eine direkte Verbindung zur Ostsee. 1806 - 1813 französische Okkupation der Stadt.

  • 1809 Stadtverordnetenwahlen nach der preußischen Städteordnung von 1808.

  • 1821 Bildung von Gilden und Innungen zur Korporation der Kaufmannschaft anstelle der bisherigen kaufmännischen Zünfte.

  • 1836 Eröffnung der Stettiner Börse.

  • 1843 feierliche Eröffnung der Eisenbahnlinie Berlin-Stettin, unter Teilnahme König Friedrich Wilhelm IV von Preußen.

  • 1845 Erweiterung der Stadt um die sog. Neu-Stadt, die in der Umgebung der damaligen Lindenstraße (heute 3 Maja Allee) entstand.

  • 1848 Eröffnung der städtischen Gasanstalt.

  • 1849 Eröffnung des Stadttheaters.

  • Seit 1851 im nördlich der Stadt gelegenen Dorf Bredow entsteht die Werft von Früchtenicht und Brock, die 1857 in die Aktiengesellschaft "Vulcan" umgewandelt wird.

  • 1865 Das Wasserwerk wird in Betrieb gesetzt; erste Häuser sind an die städtische Wasserleitung angeschlossen.

  • 1873 Aufhebung der Festung.

  • 1879 Eröffnung der ersten Linie einer Pferdestraßenbahn.

  • 1889 Erstes Kraftwerk wird in Betrieb gesetzt.

  • 1894 Mit dem Bau des Freihafens wird begonnen (Das westliche Hafenbassin wird 1898 in Gebrauch genommen, das östliche - 1910).

  • 1897 Elektrischer Antrieb für die Straßenbahnen.

  • 1900 Erweiterung des Stadtgebietes durch die Eingemeindung von Bredow, Grabow und Nemitz.

  • 1902 - 1921 an den Hakenterrassen ensteht ein Komplex repräsentativer Baulichkeiten.

  • 1911 Weitere Ausdehnung der Stadtgrenzen durch die Eingemeindung von Zabelsdorf, Kreckow, Braunsfelde, Schwarzow und Eckerberger Straße.

  • 1923 Bildung der Stettiner Hafengesellschaft m.b.H.

  • 1927 Beginn der wirtschaflichen Krise, was u.a. die Schließung der drei Werften, "Vulkan", "Ostseewerft" und "Nüscke & Co." Ausdrückt.

  • 1939 Schaffung von Groß-Stettin, das Stadtgebiet wird erheblich ausgedehnt.

  • 1940 Erste Luftangriffe auf Stettin.

  • 1943 Anglo-amerikanische Luftangriffe auf Stettin nehmen zu.

  • 1945 26. April Die Rote Armee besetzt Stettin. Einsetzung des sowjetischen Stadtkommandanten.

  • 1945 30. April Übernahme der Zivilverwaltung in der Stadt durch die polnische Provisorische Stadtverwaltung mit Ing. Piotr Zaremba an der Spitze.

  • 1945 5. Mai Bildung des deutschen Stadtamts (anfänglich nur für den Stadtteil Zabelsdorf, später für das ganze Stadtgebiet), das zuerst unter Erich Spiegel und dann unter dem Kommunisten Erich Wiesner tätig war. Rückkehr der deutschen Stadtbewohner - Ende Mai sind in der Stadt 24.500 Deutsche, Anfang Juli schon 84.000.

  • 1945 17.-19. Mai Die polnischen Behörden verlassen auf Befehl der Interimsregierung Szczecin, was mit der ungeklärten Frage des Verlaufs der westlichen Grenze Polens begründet wurde.

  • 1945 9. Juni Die polnische Stadtverwaltung kehrt in die Stadt zurück.

  • 1945 19. Juni Nach diplomatischem Protest der westlichen Staaten verläßt die polnische Stadtverwaltung erneut die Stadt.

  • 1945 5. Juli Endgültige Übernahme der Stadt durch die polnische Verwaltung. In die Stadt zieht das polnische Heer ein.

  • 1945 12. Juli Wiederinbetriebnahme des Wasserwerkes.

  • 1945 Mitte August erste Straßenbahnlinie wieder im Betrieb.

  • 1946 Februar Laut Beschlüssen des Potsdamer Abkommens beginnt die Umsiedlung der deutschen Bewohner aus der Stadt in die sowjetische und britische Besatzungszone.

  • 1946 Oktober Beginn des akademischen Jahres in der Handelsakademie. 1946 Dezember Beginn der Tätigkeit der Ingenieurhochschule.

  • 1947 17 September - Die sowjetische Verwaltung übergibt einen Teil des Hafens an Polen .

  • 1948 Beginn der Tätigkeit der Ärzteakademie, später Akademie für Medizin.

  • 1951 Gründung der Reederei "Polska ¯egluga Morska".

  • 1952 Dezember Stapellauf des m/s "Czu³ym", des ersten nach dem Krieg in Szczecin gebauten Schiffes.

  • 1954 Beginn der Tätigkeit der Hochschule für Landwirtschaft (ab 1972 Akademie für Landwirtschaft).

  • 1955 11. Januar endgültige Übernahme des Hafens durch die polnische Verwaltung.

  • 1955 Beginn der Tätigkeit der Technischen Hochschule.

  • 1957 Entstehung des Hochseefischereiunternehmens "Gryf"

  • 1959 Besuch des Generalsekretärs der KPdSU, Nikita Chruschtschow, in Szczecin.

  • 1961 Inbetriebnahme des neugbauten Kraftwerkes "Pomorzany". 1968 das erste akademische Jahr an der Hochschule für Lehrer (nach 1973 Pädagogische Hochschule) und der Hochschule für Seeschiffahrt.

  • 1970 17. Dezember Beginn des Arbeiterstreiks und der Straßenunruhen wegen angekündigter Preiserhöhungen für Lebensmittel.

  • 1971 22.-25. Januar Der Arbeiterstreik bricht wieder aus, der nach dem Treffen der Streikenden mit dem ersten Sekretär des Zentralkomitees der Polnischen Vereinigten Arbeiterpartei, Edward Gierek, eingestellt wurde.

  • 1972 Szczecin wird zum Bistum erhoben.

  • 1980 18.-30. August Generalstreik, der die Bildung der Freien Gewerkschaft "Solidarno¶æ" (Solidarität) zur Folge hatte.

  • 1985 Beginn der Tätigkeit der Uniwersytet Szczeciñski (Szczeciner Universität).

  • 1987 Papst Johannes Paul II. besucht die Stadt auf der Pilgerreise durch die Heimat.

  • 1990 27. Mai Erste demokratische Kommunalwahlen nach dem Krieg.

  • 1992 Das Bistum Szczecin zum Erzbistum erhoben.

  • 1993 Feierlichkeiten anläßlich des 750. Jahrestages der Verleihung der Stadtrechte.

  • 1995 Feierlichkeiten aus Anlaß der ersten 50 Jahre Szczecins in Polen; Bildung der Euroregion "Pomerania".

  • 1999 Bildung der Westpommerschen Wojewodschaf

© 1999 Urz±d Miejski w Szczecinie